Jugenddelinquenz

Aktualität: Jugenddelinquenz als Wahlkampfthema

Die  Formen des Umgangs mit jugendlichen Straftätern zeigt  in den  verschiedenen Institutionen  eine bandbreite von Forderungen nach höheren, schnelleren und früheren Strafen.
Bei allem gebührenden Respekt vor den Opfern von Straftaten muss allerdings die emotionale und mitunter persönliche Betroffenheit einer durch wissenschaftliche Forschung im bereich der Kriminologie und der Soziologie belegte Nicht- Wirksamkeit höherer Strafen sowie eines frühen Intervenierens zur Kenntnis genommen werden.

Emotional bewegende Bilder von Straftaten erzeugen Wut, Ärger und auch Angst davor, selbst Opfer zu werden.

Auch daraus folgert die nötige emotionale Distanzierung, um nicht „das Kind (Jugendliche) mit dem Bade auszuschütten“.
Straftaten von Jugendlichen haben auch etwas mit Jugendlichkeit zu tun.
In den allermeisten Fällen verzichten die Jugendlichen im Laufe der Zeit auf strafbare Handlungen.

Auf Seiten der professionellen Verfahrensbeteiligten im Jugendstrafverfahren gibt es ebenso eine Anforderung zu mehr Dialogfähigkeit und einer damit verbundenen effektiveren Zusammenarbeit und so auch effizienteren Interventionen im Sozialwesen als auch in der konkreten, direkten personenbezogenen pädagogischen Sozialarbeit.

Die Anforderungen zur innovativen Arbeit in diesem Feld sind vielfältig und multidimensional.

Es gilt...

  • soziale Systeme weiterzuentwickeln-
  • institutionsübergreifend arbeiten zu lernen-
  • Familien in ihrer erzieherischen Kompetenz zu fördern-
  • die emotionale und soziale Kompetenz Entwicklung  von Jugendlichen anzuregen
  • Opfern von Straftaten beizustehen (Jugendliche sind am häufigsten auch Opfer von Straftaten!)
  • In allen Bereichen die persönlichen und organisationalen Kompetenzen und Ressourcen der Betroffenen  und Handelnden zu berücksichtigen und zu fördern
  • In der Öffentlichkeit auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und pädagogischen Erfahrungen beruhende humanitäre Haltung zu zeigen.

Peter  EichenauerKoordination:
Peter Eichenauer
info@intasco.de
www.intasco.de




-> Konzepte und Kompetenzen der TA
-> Produkte und Forschungen aus der Praxis
-> Interesse an Projekten
-> Weiterführende Literatur
-> Sonstiges

Konzepte und Kompetenzen der TA

Die Transaktionsanalyse verfügt über vielfältige, hilfreiche Modelle und Interventionsformen zur Bewältigung der oben beschriebenen Anforderungen

Die TA kann hier einen wertvollen Beitrag für Kinder, Jugendliche und Familien leisten.
Ergänzend zu den oben beschriebenen Formen können Präventivmaßnahmen entwickelt werden- für Schulen und Beratungsstellen.

Ebenso sind Hilfen für die Opfer von Straftaten zu entwickeln.

Ich selbst habe die Wirksamkeit der Arbeit mit Konzepten der Transaktionsanalyse für mich, die Pädagog(inn)en vor Ort, die Jugendlichen sowie deren Eltern deutlich spürbar erfahren.

 Beispiele für Anwendungsfelder:

  • Organisationsberatung in Schulen, in der Jugendhilfe, Sozialräumen und Institutionen wie der Straffälligenhilfe
  • Supervision, Coaching für Teams und Führungskräfte in
  • Jugendhilfe und Schule
  • Pädagogische Arbeit mit Jugendlichen Straftätern
  • Familien beraten und fördern
  • Opferschutz und Angebote zur Bewältigung von Opfer- Erfahrungen

Ziele für das Innovationsfeld

  • Weiterentwicklung von Methoden und Anwendungsformen auf Basis der Transaktionsanalyse
    • In sämtlichen Anwendungsfeldern
  • Verknüpfung von kriminologischen Forschungsergebnissen und TA
  • Öffentlichkeit herstellen:
    • TA in Bezug  zum Umgang mit Jugenddelinquenz
    • TA und Jugend
    • Mit- Agieren in  aktuellen politischen Diskussionen

Diese beispielhafte Aufstellung zeigt die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten   der TA im gesamten Spektrum der  Jugenddelinquenz

Schlüsselthemen, bzw. Situationen TA - Modelle und – Landkarten
Zusammenarbeit
 
Aufnahme / Entlassung
Hilfeplanverfahren
 
Untersuchungshaft- Vermeidung
Verträge : Klienten- Helfer- Beziehung
 
Verträge in sozialen : Dreiecksvertrag
Drama- Dreieck
Bindungs- und Trennungszyklus
Päd. Grundhaltung Lebenspositionen
Autonomie
 
 
Erziehung
 
 
Interventionen
Grundpositionen
Strokes, Stimuli, Struktur
Orientierung – Beziehung:
Ich- Zustände (Funktion)
Skript
Transaktionen
Abwertungen
Familienarbeit
 
Elternarbeit
Familienskript, Aufstellungen,
Die heiße Kartoffel
Psych. Spiele
Symbiose
Kooperationen herstellen Rollenkonzepte
Landkarte komplexer Systeme
Bezugsrahmen
Begleitende Diagnostik im
Jugendstrafverfahren
Skript
Zeitstrukturierung, Strokes, Stimuli
Emotionale Kompetenz

Produkte und Forschungen aus der Praxis

Praxisbeispiel:
Seit 1997 besteht die Wohngruppe „Stop and Go!“ Trägerschaft: Ev. Jugendhilfe Iserlohn. Das erste in dieser Form in NRW.
Erweiterung: 2. Standort seit 2005.  Folgeangebote nach der Hauptverhandlung

Hier werden jugendliche Straftäter auf Anordnung der Justiz ($ 71/72 JGG*) bis zu ihrer Hauptverhandlung pädagogisch begleitet.
Darunter befinden sich die sog. „Intensivtäter und Mehrfachtäter“ und auch jugendliche Straftäter mit Migrationshintergrund.
www.stop-andgo.de

*Jugendgerichtsgesetz

Interesse an Projekten

- Sammlung und Austausch praxiserprobter Methoden
- Entwicklung von Produkten für die Praxis

Weiterführende Literatur

- folgt in Kürze

Sonstiges