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Fachtag Beratung 2017

Herzliche Einladung!

Fachtag Beratung am 6./7. Oktober 2017 in Tübingen

Fundamente und Zwiebeltürme
Grundlagen und Spezifika der Beratungsarbeit

Mit dem Titel wollen wir den Fragen nachgehen: Wie funktioniert eigentlich Beratung? Was sind die wichtigen Grundlagen? Was darf Mensch auf keinen Fall tun? Muss ich Antworten haben? Was wirkt? Zwiebeltürme können sein: TA in der Mediation; TA in der Paarberatung; TA bei Hochstrittigen, Sucht und Sehnsucht… und so weiter… Wir haben viele interessante Workshops und Vorträge zusammengestellt – ganz unten unser Programm!

Veranstaltungsort:     Albert-Schweitzer-Realschule/GMS-West, Westbahnhofstraße 27, Tübingen

Kosten für den Fachtag:            € 90,--

Anmeldungen, Fragen, Hotelinfos:       Uschi@oesterle-net.de

Wir freuen uns auf spannende Workshops und interessante Begegnungen!!

Uschi Oesterle
für den Vorstand der Fachgruppe Beratung

 

Struktur Freitag, 06.10.2017

Uhrzeit

Programmpunkt

15:30 – 17:00

Gesprächsforum für TA-Anwender_innen

17:00 – 17:30

Begrüßung

17:30 – 18:15

Vortrag und Diskussion                                            

Dipl. - Päd. Claudia Scheurenbrand (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd / Abteilung Pädagogische Psychologie, Beratung und Intervention)              

Beratung - ein Anwendungsfeld der Transaktionsanalyse

Feuerwehr oder Fundament?

18:15 – 19:00

Pause mit Suppe

19:00 – 20:00

Vorträge, Workshops (Inhalte siehe unten)

20:15 – 20:20

Kurzinfos für Fachtag am Samstag

20:20 – 21:20

Special Event: Heiner Kondschak singt, spielt und erzählt - allein

21:30

Ende des ersten Tages

Struktur Samstag, 07.10.2017

Uhrzeit

Programmpunkt

09:00 – 09:15

Begrüßung

09:15 – 10:30

Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Marc Weinhardt (Evangelische Hochschule Darmstadt/University of Applied Sciences Fachbereich W/School of Professional Studies)

Wie funktioniert Beratungslernen? Theoretische Konzepte und empirische Befunde zu Lern- und Bildungsprozessen von Beratungsfachkräften

10:30 – 10:45

Pause

11:00 – 12:30

Workshops Runde 1 (Inhalte siehe unten)

12:30 – 14:00

Mittagspause

14:00 – 15:30

Workshops Runde 2 (Inhalte siehe unten)

15:45

Verabschiedung

 

 

Workshops / Vorträge

 

Freitag, 19:00 – 20:00 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Marie-Luise Haake
(TSTA - C)

„…..das ist doch kein Hexenwerk!!!“…
Wie konzipiere ich ein TA Kleincurriculum für mein Praxisfeld?

Manch eine_r hat fundierte und bunte Praxiserfahrung, Lust diese weiterzugeben und fragt sich nun, wie das im Rahmen eines TA Kleincurriculums geschehen kann. In diesem Workshop stellen wir die Voraussetzungen für die Konzeption und Beantragung kurz vor und entwickeln im Anschluss geleitet durch die konkreten Fragestellungen der Teilnehmer_innen den nötigen Unterstützungsbedarf sowie die Schritte zur Umsetzung.

Der Workshop soll auch einen Beitrag liefern eventuelle Bedenken und Vorstellungen, die es bislang verhinderten die eigene Idee eines Kleincurriculums umzusetzen, auszuräumen. Auch eine Vernetzung mit anderen Interessierten kann hier hilfreich und weiterführend sein.

Wir bringen gerne unsere Erfahrungen bei der Konzeption und Durchführung solcher Curricula ein.

2

Karl-Heinz Schuldt
(TSTA - P)

Vortrag/Demonstration/Diskussion:

Conrad der Hund: „Ich schaue Dich an und weiß, wer Du bist und was Du brauchst“

Die Einbeziehung vom Hund in Beratung und Therapie ermöglicht leichtere Zugänge zu äußeren und inneren Konflikten. Ebenso werden direkt oder indirekt Zuwendungsmuster und Abgrenzungserfahrungen erlebbar.

Zusammen mit Conrad werde ich Aspekte der direkten und indirekten Einbeziehung der tierischen Elemente zusammen mit den Teilnehmern demonstrieren.
Im Erleben und Diskutieren werden Impulse für Diagnostik und Beratungsplanung für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gesetzt.
Conrad und ich freuen uns auf gemeinsames Erleben mit Euch.

3

Uli Helm
(CTA-Trainer - C)

Schritte zur Veränderung

Unsere Erfahrung ist: Wenn Menschen, Paare oder Gruppen eine Beratung in Anspruch nehmen, so haben sie über ihr Problem schon viel nachgedacht, miteinander diskutiert, sind aneinandergeraten und weit weg von einer befriedigenden Lösung. Oft sind Menschen wie gefangen in ihren üblichen Denkstrukturen und bisherigen Krisenbewältigungsstrategien. Nicht selten spiegelt sich das als Parallelprozess in der Beratung wieder. Sich daraus zu befreien, erfordert den Mut, neue Wege zu gehen. In diesem Workshop biete ich an, genau das auf pfiffige Art und Weise zu tun und so neue, andere Sicht- und vor allem Erlebnisweisen zu entdecken. Neugierig geworden? In meinem Workshop lege ich den Fokus auf praktische Umsetzbarkeit.

4

Birgit Körner
(CTA – C)

Eisbär, Giraffe und Co. in der Beratung

In diesem Workshop zeige ich anhand von Beispielen wie ich Tierfiguren in meiner Beratungsarbeit verwende: für die Vertragsarbeit, zur Stabilisierung, für die Erfüllung von Beziehungsbedürfnissen und einigem anderem.

In einer Praxisphase können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selber ausprobieren, wie man solche Tierfiguren einsetzen kann. Gemeinsam können wir weitere Ideen für den kreativen Einsatz entwickeln.

5

Heike Ackermann
(CTA – C)

Beratung an der Schule – Im Trainingsraum Unterrichtsstörungen einmal anders begegnen

Unterrichtsstörungen sind ein wichtiges Thema an jeder Schule. Meistens ist die Lehrkraft mit ihrer Bewältigung alleine gelassen und schafft sich über die Jahre ein Repertoire für den Umgang damit.

Die Trainingsraummethode dient der Bearbeitung dieser Unterrichtsstörungen, verlagert sie aber aus dem Klassenraum in eine Beratungssituation. Sie schafft Transparenz durch ein einheitliches Vorgehen in allen Klassen bei jeder Lehrkraft. Dabei fördert sie die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler und lässt sich auch dadurch gut mit TA-Konzepten verknüpfen.

In Workshop möchte ich die Vorgehensweise im Trainingsraum darstellen und die Verbindungen zu transaktionsanalytischen Konzepten herausarbeiten. Außerdem möchte ich Anregungen zur konkreten Umsetzung im Schulalltag geben.

6

Stephanie Krahn (Sonderpädagogin)

Beratung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Wie kann eine Beratung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf aussehen? Wo findet überhaupt Beratung im Kontext von Schule statt? Welche TA-Konzepte sind wirksam und im Kontext von Schule umsetzbar? Welche Ziele der Beratung verfolge ich, bei Menschen, die nicht der „Norm“ entsprechen, weil sie z.B. nicht sprechen können, kognitive Beeinträchtigungen haben, Autisten genannt werden. Ist das Ideal der Autonomie auch hier ein Ziel?

 

Anhand von Fallbeispielen aus dem Förderschwerpunkt der körperlichen und motorischen Entwicklung möchten wir uns mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen. Ein lebhafter Diskurs ist erwünscht!

7 Claudia Scheurenbrand,    Dipl. Päd., TTA-C

"...you can never get enough of what you don't need..."        Die 8 Beziehungsbedürfnisse von Erskine in der Beratung

‚Beziehungsbedürfnisse sind Bedürfnisse, die nur den interpersonellen Kontakt betreffen.’ Erskine, R.(2002), TAJ

So beschreibt Richard Erskine, die von ihm entwickelten Beziehungsbedürfnisse.

Beratung gelingt nur im Kontakt also liegt es nahe hier eine Verbindung herzustellen.

In dem Workshop werden die Beziehungsbedürfnisse kurz vorgestellt und in den Kontext des Integrativen Ansatzes von Erskine gestellt. Dann tauschen wir uns über die Umsetzung der Teilnehmer in ihren jeweiligen Praxisfeldern aus.

 

 

 

Samstag, 11:00 – 12:30 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Sascha Weigel

Dritte statt Tritte

Der Rückgang der Gewalt und die Entfaltung der Modernen Mediation. 

Welche Rolle spielt die Transaktionsanalyse?

 

Im Workshop werden die Entwicklungslinien der Modernen Mediation nachgezeichnet. Sie ermöglichen ein angemessenes Verständnis der konfliktberaterischen Aufgabe. Dabei werden unterschiedliche Stile und Anwendungsgebiete von Mediation angesprochen. Die Vielfalt von Mediation und Einsatzgebieten kommt zur Sprache. Potenzielle Perspektiven der Transaktionsanalyse werden damit aufgerissen.

Die These dabei ist, dass es für eine zeitgemäße transaktionsanalytisch fundierte Konfliktberatung nicht ausreicht, sich einfach den transaktionsanalytischen Werkzeugkoffer zu schnappen und in die Mediation zu spazieren: „Hoppla, hier bin ich, von Konflikten versteht meiner einer etwas!“ – Die Frage dürfte vielmehr aufscheinen: "Was hat der transaktionsanalytische Ansatz zum Aufkommen der Mediation zu sagen oder gar beizutragen?“. Wird darauf keine angemessene Antwort gefunden, werden die TA-Werkzeuge altmodisch bis altertümlich erscheinen und alsbald ihre Wirkungskraft in der gewandelten Umwelt verlieren.

2

Peter Bremicker
(TTA – C ) und
Anette Werner
(TSTA - C)

WerteIntegrative VertragsArbeit – Werte als fundamentaler Bestandteil erfolgreicher Beratungsarbeit

Der moderne Mensch befindet sich seit Jahren vor die Herausforderung des Sich-entscheiden-Müssens gestellt. Wie begegnen wir denen, die die Qual der Wahl haben. Noch vor einigen Jahrzehnten (als E. Berne TA Konzepte entwickeltet) war man in Drehbücher eingebunden, die andere für einen geschrieben haben. Das Leben war über lange Strecken voraussagbar. Man erlernte z. B. oft einen Beruf und behielt diesen bis zur Pensionierung. Heute ist der Mensch vielfach der Drehbuchschreiber des eigenen Lebens, gleichzeitig noch Regisseur und Hauptdarsteller. Berufliche Identität ist facettenreich geworden. Menschen lernen möglicherweise bis zur Pensionierung und darüber hinaus 4 - 5 Berufe. Wie begegnen wir diesen Phänomenen in der Beratung? Welche Rolle spielen meine inneren Werte bei der Vertrags-, Ziel-, und Entscheidungsfindung? Was passiert, wenn wir uns nicht nur von Zielen leiten lassen, sondern Werte in den Prozess der Vertragsgestaltung einbeziehen und ihnen eine Bedeutung geben?

3

Jutta Kreyenberg
(TSTA - O)

Sind agile Teams konfliktfreier?
- Radikale Kollaboration und Konfliktkompetenzen in agilen Organisationen

Viele Unternehmen sehen in der Einführung von Agilität eine Antwort auf eine sich rasch verändernde Umwelt. Insbesondere im Übergang und in der Reibung mit der „alten“ Linienorganisation werden jedoch verschiedene Konflikte und Spannungen erzeugt. Diese sind nicht mehr – wie in einer klassischen Linienorganisation - durch Regeln, Zuständigkeiten und Verfahren vermeid- oder lösbar. Stattdessen helfen Methoden der radikalen Kollaboration (James W. TAMM, 2005), die Menschen befähigen, ihre Abwehrmechanismen mithilfe verschiedener sozialer Konfliktkompetenzen zu überwinden. Diese Methoden werden wir im Workshop durch Selbsterfahrungs- und Beratungsübungen ausprobieren und mit Konzepten der Transaktionsanalyse in Verbindung setzen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Praxisfälle bezogen auf Konflikte in agilen Teams zu bearbeiten.

Wirksam ist die Einführung neuer agiler Methoden oft jedoch nur bei einer entsprechenden Haltung von Offenheit und Vertrauen, einer iterativen Arbeitsweise und Führung sowie hohen persönlichen und sozialen Kompetenzen aller Beteiligten.

4

Mayke Wagner-Froböse
(TSTA - O)
& Daniel Froböse

Aufmerksam im Erstkontakt

Die erste Begegnung zwischen BeraterIn und KlientIn stellt oft Weichen für den folgenden Beratungsprozess. Was passiert „auf den ersten Blick“? Ziel dieses Workshops ist es, eine erhöhte Bewusstheit für innere Prozesse der BeraterIn und für die Dynamiken zwischen BeraterIn und KlientIn in der Anfangsphase der Beratung zu entwickeln. Ausgehend von Bernes Überlegungen zur Bedeutung der ersten Transaktion werden wir in Übungssequenzen mit Begegnungen experimentieren, eigene Resonanzen erkunden, Erfahrungen austauschen und uns mit der Frage beschäftigen, wie wir diese Resonanzen nutzbar machen können für den weiteren Beratungsprozess.

5

Holger Booch
(CTA - C)

Sucht und Sehnsucht.... – ein kleiner Einblick in Verbindungsmöglichkeiten zwischen TA und systemisch-hypnotherapeutischen Herangehensweisen

In der Suchthilfe und Suchtberatung standen viele Jahre konfrontierende und kontrollierende, auf Abstinenz zielende Maßnahmen im Vordergrund. Neuere Konzepte in der Suchttherapie akzeptieren Ambivalenzen in Suchtverhalten und Veränderungs-motivation als normale Phasen einer Verhaltensänderung. Fragen nach den Gründen, bzw. positiven Aspekten des Konsums erweisen sich zudem als wichtiger Schlüssel zum emotionalen Kontakt. KlientInnen fühlen sich besser verstanden und wahrgenommen.

Im Workshop möchte ich ein kompetenzaktivierendes systemisch-hypnotherapeutisches Modell (nach G. Schmidt) zum Umgang mit Suchtphänomenen vorstellen und die Verbindungen und Bezüge zu TA-Konzepten und Vorgehensweisen herausarbeiten. Ein Schwerpunkt wird sein, aufzuzeigen, wie systemisch-hypnotherapeutische Konzepte und TA-Modelle, Grundhaltungen und Vorgehensweisen sich sinnvoll ergänzen und erweitern – sich sozusagen „gegenseitig befruchten“ können.

Zielgruppe: Kolleginnen und Kollegen, die sich vom Thema angesprochen fühlen oder mit der genannten Klientengruppe arbeiten und ihre Beratungsoptionen erweitern möchten.

6

Bertram Weber-Hagedorn
(CTA-Trainer - C)

Empowerment für SupervisorInnen, Pflegeeltern, MitarbeiterInnen und KlientInnen in der Jugendhilfe in Supervision und Teamentwicklung

Die TA bietet viele Konzepte und Landkarten an den Ressourcen von Jugendlichen, MitarbeiterInnen und SupervisorInnen anzusetzen, z.B. die 6 P, die Autonomiephasen nach Lenhard, Erlaubnisse (Entwicklungsphasen nach Lewin) und das Konzept der Spiele.

Leitende Fragen sind:

Was gelingt den MitarbeiterInnen gut? Wo sind ihre Stärken und Erfolge?

Was gelingt den Jugendlichen gut? Wo sind ihre Stärken?

Unter diesen Leitfragen werde ich die Konzepte für Supervision und Teamentwicklung vorstellen mit dem Schwerpunkt auf mögliche Parallelprozesse für SupervisorInnen.

Max. 15 TN

7

Karl-Heinz Schuldt
(TSTA - P)

Mein Sohn / meine Tochter in mir
Theorie und Praxis bei Introjektbildung durch leibliche Kinder in späteren Jahren

In Beziehungskrisen mit Trennungsimpulsen sind die Eltern häufig begleitet von quälenden Fragen: „Was sagt / will meine Tochter / mein Sohn …wie sind deren Erwartungen, Anforderungen und Ängste?

Kann ich unterscheiden, was reale Aussagen der Kinder und was übernommene Fixierungen im eigenen Elternsystem (Introjekte) sind?

Die Theorie der Introjektbildung (von früher übernommene Bilder / Stimmen) wird erweitert auf die späteren Lebensjahre, wenn die Tochter / der Sohn länger Einfluss auf das Leben einer Mutter / eines Vaters genommen hat. Bilder / Stimmen können aber auch in Lebensphasen „auftauchen“, wenn ein Kind vor oder kurz nach der Geburt verstorben ist.

Kreative Methoden für die Praxis werden an Beispielen (z. B. Tochter/Sohn-Interview) vorgestellt und diskutiert.

8

Heidrun Peters (TSTA-E)

Introvision - Sich seinen größten Ängsten stellen

Introvision ist eine Form von „nicht wertender Achtsamkeit“, wie sie von Jon Kabat-Zinn auf der Basis von Erfahrungen mit der Jahrtausende alten buddhistischen Meditation entwickelt wurde.

Die Theorie der Introvision geht davon aus, dass Menschen sog. „Imperative“ bilden, das sind Überzeugungen, dass etwas Bestimmtes auf gar keinen Fall passieren darf.

Diese Überzeugungen sind mit erheblichem Stress aufgeladen, d.h. wenn die Gefahr droht, dass das, was nicht passieren darf, doch droht zu passieren, löst das einen „Alarm“ aus, der die Person in einen hohen Erregungspegel katapultiert. Um den Alarm nicht auszulösen und zu erleben, werden alle möglichen Vermeidungsstrategien praktiziert.

In der Introvision wird nun gezielt der Alarm ausgelöst, also genau das, was die Person zu vermeiden sucht.

„Das Paradoxe an der Introvision ist, dass eine Veränderung erreicht wird, gerade dadurch, dass man nichts mehr verändern will.

Die Introvision gibt uns eine wirkungsvolle Methode an die Hand, Menschen zu helfen, sich der Realität zu stellen und sie so zu sehen, wie sie ist – ganz im Sinne Eric Bernes.

Ich werde das Konzept in Theorie und Praxis vorstellen.

 

 

Samstag, 14:00 – 15:30 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Adelheid Kühn
(CTA – P)

Beratung mit Menschen mit komplexer oder frühkindlicher Traumatisierung (Vortrag)

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen ist eine besondere Herausforderung für Fachkräfte in der Beratung. Traumatische Erlebnisse haben für die Betroffenen oft schwerwiegende psychische Folgen. Noch schwieriger ist es für Klienten und Berater, wenn keine offensichtliche Traumatisierung stattgefunden hat, die Betroffenen aber trotzdem großes psychisches Leid verspüren. Dieses Leid kann durch fortgesetzte Störungen in der Beziehung zu früher bedeutsamen Bezugspersonen entstanden sein und sich bis heute intrapsychisch auswirken. Gerade die Transaktionsanalyse bietet hilfreiche Denkmodelle zum Verstehen der komplexen Traumatisierung an.

 

Mein Vortrag vermittelt die Grundlagen der Psychotraumatologie, die neurobio-logischen Zusammenhänge, Symptome und Folgen von Traumatisierung, ein transaktionsanalytisch-gestalttherapeutisches Modell zum Verständnis komplexer Traumatisierung sowie ein beziehungsorientiertes Beratungsmodell.

2

Uwe Schulz-Wallenwein
(TSTA – C)

Beratung – erst mal allgemein und dann konkret

Sobald wir uns über Beratung austauschen, zeigt sich, wie unterschiedlich, wie eng oder weit wir den Begriff Beratung definieren. Beratung gilt als Containerbegriff, unter dem vieles verstanden werden kann. Im ersten Teil meines Vortrags möchte ich daher einen kurzen Überblick über die vielfältigen Beratungsdefinitionen geben.

Im zweiten Teil beziehe ich mich dann auf die EATA-Beratungsdefinition. Ausgehend von dieser habe eine „TA-Beratungsprozesstabelle“ entwickelt, in die ich wesentliche TA-Konzepte eingearbeitet habe. Diese „TA-Beratungsprozesstabelle“ kann als Hilfe verstanden werden, die praktische TA-Beratungsarbeit leichter zu strukturieren und in eine gewisse Ordnung im transaktionsanalytischen Sinne zu bringen.

3

Marie-Luise Haake
(TSTA - C)

 

Ressourcenorientierung und Kreativität in der Beratung

Eine Kontakt- und Beziehungsgestaltung, die auch Krisen standhält, ist in vielen Beratungsprozessen eine große Herausforderung. Oftmals präsentieren die Klienten ihre vielfältigen Nöte und wollen gleichzeitig für ihre bisherigen Lösungen gewürdigt und in diesen Spannungsfeldern gesehen werden. Das ist eine von vielen Herausforderungen des Beratungsalltages, der kontinuierlich gestaltet werden will.

Schwieriger wird es dann noch, wenn die Worte fehlen.

Dieser Workshop will neue Anregungen für die Beratungspraxis vermitteln. Es werden Methoden zur Aktivierung und Stabilisierung der Ressourcenorientierung der Berater*innen vorgestellt und erprobt. Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen Aufstellungsformate und andere kreative Prozesselemente der Beratung kennenlernen.

max. 20 TN

4

Uli Mugele (CTA – C)
& Dagmar Sachsenmaier (CTA - C)

Beratung – Betreuung: undoderwiewannwarum?

Die Soziale Arbeit in vielen Diensten und Einrichtungen erfordert eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Frage: Betreuungs- oder Beratungsangebot. Wie unterscheiden sich Betreuung und Beratung? Nach welchen Kriterien entscheiden wir uns für das eine oder andere Vorgehen? Welchen Einfluss nehmen wir dadurch auf die persönliche Entwicklung der Klient*innen? Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es? Welche wesentlichen Kompetenzen benötigen wir, um Klient*innen mithilfe von Beratung und Betreuung in Veränderungsprozessen autonomiefördernd unterstützen zu können?

Im Workshop befassen wir uns mit TA-Konzepten, die uns im Spannungsfeld zwischen Beratung und Betreuung Orientierung geben.  

5

Sabine Schultheiß-Wirsum
(PTSTA – C),
Ulrike Happle (CTA - C)

Mit Popey gut in die Zukunft gehen“ – gut gerüstet durch stürmische Zeiten gehen

In der alltäglichen Beratungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sind wir immer auch mit deren „unerhörten Lebensgeschichten“ konfrontiert. Manche bewältigen ihre turbulenten Entwicklungsschritte und schwierige Lebenssituationen, andere kommen sehr schwer oder gar nicht damit zurecht.

Dann sind wir gefragt, verschiedene mentale und soziale Fähigkeiten und Problemlösungskompetenzen in der beraterischen Arbeit in Gang zu bringen.

Folgende Fragen beschäftigen uns dabei:

- Welche Resilienzfaktoren lassen sich in der Beratung aufgrund der Haltung und Handlung fördern?

- Welche Konzepte der Widerstandsfähigkeit haben wir entwickelt im Beratungsfeld der Schulsozialarbeit und in der Erziehungsberatung am Beispiel der Umgangsberatung von Hochstrittigen Eltern und deren Kinder

6

Barbara Hagedorn
(CTA – C),
Christian Küster
(PTSTA - O)

und Prof. H.-D. Will (Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation BAFM e.V)

Mediation + Beratung: Methoden- und konzeptübergreifendes Arbeiten im Interesse der KlientInnen = Professionelle Autonomie

Konzeptioneller Austausch, verbandsübergreifende Zusammenarbeit oder gegenseitigen Anerkennung von berufsqualifizierenden Abschlüssen leben von der Transparenz sowie dem wertschätzenden Respekt über die jeweiligen Ziele, Haltungen und Arbeitsweisen mit ihren Ähnlichkeiten und Unterschieden.

 

Wir bieten vor diesem Hintergrund einen diskursiven, interaktiven Workshop zu Konfliktbearbeitung und Mediationskompetenz mit unterschiedlichen Konzepten und Ansätzen - TA and more –

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein die Freiwilligkeit und die Vertragsarbeit in der professionellen Beziehung.

7

Uli Helm
(CTA-Trainer - C)

Intuitionsübungen

Wir alle haben eine gute Intuition. Wir wissen es oft nicht. Gerne biete ich Intuitionsübungen an, bei denen Ihr diese Fähigkeit von Euch kennen lernen könnt und sie weiter vertiefen. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Lasst Euch überraschen.