Fachtag Beratung 2017

6./7. Oktober 2017 in Tübingen

Fundamente und Zwiebeltürme

Grundlagen und Spezifika der Beratungsarbeit

 

Veranstaltungsort: Albert-Schweitzer-Realschule/GMS-West, Westbahnhofstraße 27, Tübingen

Mit dem Titel wollen wir den Fragen nachgehen: Wie funktioniert eigentlich Beratung? Was sind die wichtigen Grundlagen? Was darf Mensch auf keinen Fall tun? Muss ich Antworten haben? Was wirkt? Zwiebeltürme können sein: TA in der Mediation; TA in der Paarberatung; TA bei Hochstrittigen, Sucht und Sehnsucht… und so weiter… Wir haben bereits viele interessante Workshops und Vorträge zusammengestellt – ganz unten in der Email.

 

Also ….herzliche Einladung für spannende Workshops und interessante Begegnungen!

Vorläufige Struktur

 

Datum

Uhrzeit von/bis

Programmpunkt

Freitag, 06.10.17

15:30 – 17:00

Gesprächsforum für TA-Anwender_innen

Freitag, 06.10.17

17:00 – 17:30

Begrüßung

Freitag, 06.10.17

17:30 – 18:15

Vortrag Claudia Scheurenbrand und Diskussion

Freitag, 06.10.17

18:15 – 19:00

Pause mit Suppe

Freitag, 06.10.17

19:00 – 20:00

Vorträge, Workshops (Inhalte siehe Themenliste)

Freitag, 06.10.17

20:15 – 20:20

Kurzinfos für Fachtag am Samstag

Freitag, 06.10.17

20:20 – 21:20

Special Event: Heiner Kondschak singt, spielt und erzählt - allein

Freitag, 06.10.17

21:30

Ende des ersten Tages

 

 

Datum

Uhrzeit von/bis

Programmpunkt

Samstag, 07.10.17

09:00 – 09:15

Begrüßung

Samstag, 07.10.17

09:15 – 10:30

Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Marc Weinhardt (Evangelische Hochschule Darmstadt/University of Applied Sciences Fachbereich W/School of Professional Studies)

Wie funktioniert Beratungslernen? Theoretische Konzepte und empirische Befunde zu Lern- und Bildungsprozessen von Beratungsfachkräften

Samstag, 07.10.17

10:30 – 10:45

Pause

Samstag, 07.10.17

11:00 – 12:30

Workshops Runde 1 (Inhalte siehe Themenliste)

Samstag, 07.10.17

12:30 – 14:00

Mittagspause

Samstag, 07.10.17

14:00 – 15:30

Workshops Runde 2 (Inhalte siehe Themenliste)

Samstag, 07.10.17

15:45

Verabschiedung

 

  Kosten für den Fachtag:                                               € 90,--

 

  Anmeldungen:                              Uschi@oesterle-net.de

  Wir freuen uns auf zwei spannende Tage mit Euch!!

 

 

 Workshops / Vorträge

 Freitag, 19:00 – 20:00 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Marie-Luise Haake
(TSTA - C)
und Claudia Scheurenbrand
(PTSTA - C)

„…..das ist doch kein Hexenwerk!!!“…
Wie konzipiere ich ein TA Kleincurriculum für mein Praxisfeld?

2

Karl-Heinz Schuldt
(TSTA - P)

Vortrag/Demonstration/Diskussion:

Conrad der Hund: „Ich schaue Dich an und weiß, wer Du bist und was Du brauchst“

Die Einbeziehung vom Hund in Beratung und Therapie ermöglicht leichtere Zugänge zu äußeren und inneren Konflikten. Ebenso werden direkt oder indirekt Zuwendungsmuster und Abgrenzungserfahrungen erlebbar.

Zusammen mit Conrad werde ich Aspekte der direkten und indirekten Einbeziehung der tierischen Elemente zusammen mit den Teilnehmern demonstrieren.
Im Erleben und Diskutieren werden Impulse für Diagnostik und Beratungsplanung für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gesetzt.
Conrad und ich freuen uns auf gemeinsames Erleben mit Euch.

3

Uli Helm
(CTA-Trainer - C)

Schritte zur Veränderung

4

Birgit Körner
(CTA – C)

Eisbär, Giraffe und Co. in der Beratung

5

Heike Ackermann
(CTA – C)

Beratung an der Schule – Im Trainingsraum Unterrichtsstörungen einmal anders begegnen

 

 

Samstag, 11:00 – 12:30 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Sascha Weigel

Dritte statt Tritte

Der Rückgang der Gewalt und die Entfaltung der Modernen Mediation. 

Welche Rolle spielt die Transaktionsanalyse?

 

Im Workshop werden die Entwicklungslinien der Modernen Mediation nachgezeichnet. Sie ermöglichen ein angemessenes Verständnis der konfliktberaterischen Aufgabe. Dabei werden unterschiedliche Stile und Anwendungsgebiete von Mediation angesprochen. Die Vielfalt von Mediation und Einsatzgebieten kommt zur Sprache. Potenzielle Perspektiven der Transaktionsanalyse werden damit aufgerissen.

Die These dabei ist, dass es für eine zeitgemäße transaktionsanalytisch fundierte Konfliktberatung nicht ausreicht, sich einfach den transaktionsanalytischen Werkzeugkoffer zu schnappen und in die Mediation zu spazieren: „Hoppla, hier bin ich, von Konflikten versteht meiner einer etwas!“ – Die Frage dürfte vielmehr aufscheinen: "Was hat der transaktionsanalytische Ansatz zum Aufkommen der Mediation zu sagen oder gar beizutragen?“. Wird darauf keine angemessene Antwort gefunden, werden die TA-Werkzeuge altmodisch bis altertümlich erscheinen und alsbald ihre Wirkungskraft in der gewandelten Umwelt verlieren.

2

Peter Bremicker
(PTSTA – C ) und Anette Werner
(TSTA - C)

WerteIntegrative VertragsArbeit –
Werte als fundamentaler Bestandteil erfolgreicher Beratungsarbeit

3

Jutta Kreyenberg
(TSTA - O)

Sind agile Teams konfliktfreier?
- Totale Kollaboration und Konfliktkompetenzen in agilen Organisationen

4

Mayke Wagner-Froböse
(PTSTA - O)
& Daniel Froböse

Aufmerksam im Erstkontakt

5

Holger Booch
(CTA - C)

Sucht und Sehnsucht.... – ein kleiner Einblick in Verbindungsmöglichkeiten zwischen TA und systemisch-hypnotherapeutischen Herangehensweisen

In der Suchthilfe und Suchtberatung standen viele Jahre konfrontierende und kontrollierende, auf Abstinenz zielende Maßnahmen im Vordergrund. Neuere Konzepte in der Suchttherapie akzeptieren Ambivalenzen in Suchtverhalten und Veränderungs-motivation als normale Phasen einer Verhaltensänderung. Fragen nach den Gründen, bzw. positiven Aspekten des Konsums erweisen sich zudem als wichtiger Schlüssel zum emotionalen Kontakt. KlientInnen fühlen sich besser verstanden und wahrgenommen.

Im Workshop möchte ich ein kompetenzaktivierendes systemisch-hypnotherapeutisches Modell (nach G. Schmidt) zum Umgang mit Suchtphänomenen vorstellen und die Verbindungen und Bezüge zu TA-Konzepten und Vorgehensweisen herausarbeiten. Ein Schwerpunkt wird sein, aufzuzeigen, wie systemisch-hypnotherapeutische Konzepte und TA-Modelle, Grundhaltungen und Vorgehensweisen sich sinnvoll ergänzen und erweitern – sich sozusagen „gegenseitig befruchten“ können.

Zielgruppe: Kolleginnen und Kollegen, die sich vom Thema angesprochen fühlen oder mit der genannten Klientengruppe arbeiten und ihre Beratungsoptionen erweitern möchten.

6

Bertram Weber-Hagedorn
(CTA-Trainer - C)

Empowerment für SupervisorInnen, Pflegeeltern, MitarbeiterInnen und KlientInnen in der Jugendhilfe in Supervision und Teamentwicklung

Die TA bietet viele Konzepte und Landkarten an den Ressourcen von Jugendlichen, MitarbeiterInnen und SupervisorInnen anzusetzen, z.B. die 6 P, die Autonomiephasen nach Lenhard, Erlaubnisse (Entwicklungsphasen nach Lewin) und das Konzept der Spiele.

Leitende Fragen sind:

Was gelingt den MitarbeiterInnen gut? Wo sind ihre Stärken und Erfolge?

Was gelingt den Jugendlichen gut? Wo sind ihre Stärken?

Unter diesen Leitfragen werde ich die Konzepte für Supervision und Teamentwicklung vorstellen mit dem Schwerpunkt auf mögliche Parallelprozesse für SupervisorInnen.

Max. 15 TN

7

Karl-Heinz Schuldt
(TSTA - P)

Mein Sohn / meine Tochter in mir
Theorie und Praxis bei Introjektbildung durch leibliche Kinder in späteren Jahren

In Beziehungskrisen mit Trennungsimpulsen sind die Eltern häufig begleitet von quälenden Fragen: „Was sagt / will meine Tochter / mein Sohn …wie sind deren Erwartungen, Anforderungen und Ängste?

 

Kann ich unterscheiden, was reale Aussagen der Kinder und was übernommene Fixierungen im eigenen Elternsystem (Introjekte) sind?

 

Die Theorie der Introjektbildung (von früher übernommene Bilder / Stimmen) wird erweitert auf die späteren Lebensjahre, wenn die Tochter / der Sohn länger Einfluss auf das Leben einer Mutter / eines Vaters genommen hat. Bilder / Stimmen können aber auch in Lebensphasen „auftauchen“, wenn ein Kind vor oder kurz nach der Geburt verstorben ist.

 

Kreative Methoden für die Praxis werden an Beispielen (z. B. Tochter/Sohn-Interview) vorgestellt und diskutiert.

 

 

Samstag, 14:00 – 15:30 Uhr

 

Nr.

ReferentIn

Thema

1

Adelheid Kühn
(CTA – P)

Beratung mit Menschen mit komplexer oder frühkindlicher Traumatisierung (Vortrag)

2

Uwe Schulz-Wallenwein
(TSTA – C)

Grundsätzliches zum Thema Beratung (Arbeitstitel)

3

Marie-Luise Haake
(TSTA - C)

 

Ressourcenorientierung und Kreativität in der Beratung

Eine Kontakt- und Beziehungsgestaltung, die auch Krisen standhält, ist in vielen Beratungsprozessen eine große Herausforderung. Oftmals präsentieren die Klienten ihre vielfältigen Nöte und wollen gleichzeitig für ihre bisherigen Lösungen gewürdigt und in diesen Spannungsfeldern gesehen werden. Das ist eine von vielen Herausforderungen des Beratungsalltages, der kontinuierlich gestaltet werden will.

Schwieriger wird es dann noch, wenn die Worte fehlen.

Dieser Workshop will neue Anregungen für die Beratungspraxis vermitteln. Es werden Methoden zur Aktivierung und Stabilisierung der Ressourcenorientierung der Berater*innen vorgestellt und erprobt. Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen Aufstellungsformate und andere kreative Prozesselemente der Beratung kennenlernen.

max. 20 TN

4

Uli Mugele (CTA – C)
& Dagmar Sachsenmaier

Beratung – Betreuung: undoderwiewannwarum?

Die Soziale Arbeit in vielen Diensten und Einrichtungen erfordert eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Frage: Betreuungs- oder Beratungsangebot. Wie unterscheiden sich Betreuung und Beratung? Nach welchen Kriterien entscheiden wir uns für das eine oder andere Vorgehen? Welchen Einfluss nehmen wir dadurch auf die persönliche Entwicklung der Klient*innen? Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es? Welche wesentlichen Kompetenzen benötigen wir, um Klient*innen mithilfe von Beratung und Betreuung in Veränderungsprozessen autonomiefördernd unterstützen zu können?

Im Workshop befassen wir uns mit TA-Konzepten, die uns im Spannungsfeld zwischen Beratung und Betreuung Orientierung geben.  

5

Sabine Schultheiß-Wirsum
(PTSTA – C)

Beratung mit Hochstrittigen – Erweiterung des Bezugsrahmens

6

Barbara Hagedorn
(CTA – C),
Christian Küster
(PTSTA - O)

und Prof. H.-D. Will (Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation BAFM e.V)

Mediation + Beratung: Methoden- und konzeptübergreifendes Arbeiten im Interesse der KlientInnen = Professionelle Autonomie

Konzeptioneller Austausch, verbandsübergreifende Zusammenarbeit oder gegenseitigen Anerkennung von berufsqualifizierenden Abschlüssen leben von der Transparenz sowie dem wertschätzenden Respekt über die jeweiligen Ziele, Haltungen und Arbeitsweisen mit ihren Ähnlichkeiten und Unterschieden.

 

Wir bieten vor diesem Hintergrund einen diskursiven, interaktiven Workshop zu Konfliktbearbeitung und Mediationskompetenz mit unterschiedlichen Konzepten und Ansätzen - TA and more –

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein die Freiwilligkeit und die Vertragsarbeit in der professionellen Beziehung.

7

Thomas Lorenzen
(PTSTA - C)

 

„Virtuelle Beratung – Möglichkeiten, Chancen und Grenzen“

Digitale Beratung, E-Learning und virtuelle Klassenzimmer sind auf dem Vormarsch. Ob online Beratung und Trainings in Unternehmen, Vorlesungen an Universitäten oder Aus- und Fortbildungen an Bildungseinrichtungen – in allen Bereichen steigt die Nutzung durch diese neue Technik. Schließlich liegen die Vorteile klar auf der Hand: Allen voran stehen die Einsparung von Kosten, Personal und Zeitaufwänden. Zudem sind die Menschen ortsunabhängig. Sie können flexibel beraten, beraten werden, lehren und lernen von wo immer sie wollen.

Ist das wirklich so oder ist das Wunschdenken? Wo haben wir in unserer Beratungswelt Möglichkeiten und Chancen für den Einsatz dieser Technik? Welche Grenzen tun sich auf? Diese Fragestellungen sollen anhand von kurzen beispielhaften Darstellungen beleuchtet und reichlich diskutiert werden.

8

Uli Helm
(CTA-Trainer - C)

Intuitionsübungen