Transaktionsanalytische Psychotherapie

Die Transaktionsanalyse als psychotherapeutische Theorie und Methode dient der Behandlung und Heilung psychischer Störungen, indem sie Menschen in einem vertraglich vereinbarten Rahmen unterstützt, innere wie äußere Konflikte zu lösen und ihre Autonomie in Bezogenheit auf andere Menschen zu entwickeln.

Transaktionsanalytische Psychotherapie verfügt über Konzepte und Erfahrungen zur Behandlung eines breiten Störungsspektrums. Es umfasst alle häufig auftretenden psychischen Erkrankungen, v.a.: 

  • Affektive Störungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Schizophrenien
  • Entwicklungsstörungen

In ihren historischen Wurzeln entstand die Transaktionsanalyse zunächst als eine sozialpsychiatrische Weiterentwicklung klassisch psychoanalytischer Ansätze. Heute versteht sich transaktionsanalytische Psychotherapie als eine Methode innerhalb der humanistischen Psychotherapien.

Dabei gelingt es uns, im Rahmen der Werte und des Menschenbildes der humanistischen Psychologie sowohl tiefenpsychologisch fundierte wie auch kognitive, verhaltenstherapeutische und systemische Sichtweisen theoretisch zu integrieren und in therapeutisch-kommunikatives Handeln umzusetzen.

Das humanistische Menschenbild geht von der Voraussetzung aus, dass Menschen ihrem Wesen nach "o.k." sind und dass sie erlebende und denkende Wesen sind, die sich im Rahmen ihrer Alternativen entscheiden und für ihre Entscheidungen Verantwortung übernehmen können.

Transaktionsanalytische Therapie geht von der zentralen Bedeutung des Bindungsbedürfnisses für das Motivationssystem des Menschen aus. Besondere Bedeutung haben deshalb Konflikte, die aus nicht bewältigten Bindungsproblemen entstehen. Im Laufe ihres Lebens ziehen Menschen aus befriedigenden und unbefriedigenden Beziehungserfahrungen Schlussfolgerungen und treffen Lebensgrundentscheidungen, wie sie zukünftig denken, fühlen und sich gegenüber anderen verhalten werden. Die Gesamtheit dieser Entscheidungen und die sie begleitenden gefühlsmäßigen Prozesse verdichten sich zu relativ stabilen inneren Mustern, welche ein "Lebensskript", eine Art Drehbuch für das weitere persönliche Leben bilden. Einige dieser Skriptmuster können sich später als einschränkend, destruktiv gegen die eigene Person und andere sowie entscheidend für die Ausbildung psychischer Krankheitssymptome erweisen.

Transaktionsanalytische Psychotherapie hilft Menschen, diese Muster zu erkennen, zu verstehen und sie positiv - im Sinne eines befriedigenden, auf Problemlösungen und persönliche Autonomie gerichteten Lebens- zu verändern.

Der systemische Aspekt der Transaktionsanalyse in ihrer Kommunikations- und Spieltheorie hat sich außer in der Therapie mit einzelnen Menschen besonders in der therapeutischen Arbeit mit Paaren und Familien bewährt.

Transaktionsanalytische PsychotherapeutInnen haben neben mehrjähriger Berufserfahrung eine Ausbildung nach den Richtlinien der deutschen und der internationalen Gesellschaften für Transaktionsanalyse absolviert und eine Prüfung bestanden, in der sie ihr fachliches Wissen und praktisches Können demonstrieren konnten.

Als Transaktionsanalytiker handeln sie nach den Ethik-Richtlinien der DGTA und fühlen sich verpflichtet, ihre professionelle Kompetenz durch berufsbegleitende Weiterbildung und Supervision fortlaufend zu aktualisieren.