Transaktionsanalyse als Psychotherapieverfahren

Die Transaktionsanalyse als Psychotherapie ist in Deutschland ein integraler Bestandteil des einheitlichen Verfahrens „Humanistische Psychotherapie“. Obwohl die psychotherapeutischen Ansätze und Methoden der Humanistischen Psychotherapieverfahren sich unterscheiden, ist allen gemeinsam das ganzheitliche, ressourcenorientierte Menschenbild, die therapeutische Haltung der Achtsamkeit und kooperativen Kreativität im psychotherapeutischen Prozess mit dem Ziel, den Klienten zu Bewusstheit, Selbstregulationsfähigkeit und Verantwortlichkeit zu befähigen.

Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (AGHPT) entwickeln die Mitgliedsverbände der humanistischen Psychotherapie gemeinsame Standards zu Methodik, wissenschaftlicher Erforschung, Qualitätskontrolle und Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Siehe auch: Weiterbildungscurriculum "Humanistiche Psychotherapie" 

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Transaktionsanalyse als Psychotherapieverfahren

Die Transaktionsanalyse (TA) wurde vom amerikanischen Psychiater Eric Berne als psychotherapeutisches Verfahren begründet. Berne beabsichtigte vor allem eine sozialpsychiatrische Weiterentwicklung klassisch psychoanalytischer Ansätze. Revolutionär für die damalige Zeit war Bernes humanistische Grundhaltung: Menschen werden als vollwertige, intelligente Lebewesen mit einem guten, gesunden Potential geboren. Sie sind lern- und veränderungsfähig und können selbst entscheiden und die Verantwortung für ihre Entscheidungen tragen (Berne, 1961, in Steiner, 2005, S. 15-21 und 24-27).

 

Im Rahmen der Werte und des Menschenbildes der humanistischen Psychologie (humanistische Psychotherapie) gelingt es der Transaktionsanalyse, sowohl tiefenpsychologisch-fundierte wie auch kognitive, verhaltenstherapeutische und systemische Sichtweisen theoretisch zu integrieren und in therapeutisch-kommunikatives Handeln umzusetzen.

 

Die Transaktionsanalytische Psychotherapie fundiert auf einer kohärenten Theorie der gesunden und pathologischen Entwicklung des Menschen, der menschlichen Kommunikation, des menschlichen Verhaltens sowie der Diagnostik und der psychotherapeutischen Behandlung von Psychopathologie. Die transaktionsanalytischen Konzepte werden regelmäßig im Austausch mit der psychotherapeutischen Praxis, den empirischen Forschungsergebnissen sowie den Erkenntnissen und Entwicklungen anderer wissenschaftlicher Disziplinen, z.B. der Neuropsychologie weiterentwickelt. Deshalb verfügt die transaktionsanalytische Psychotherapie über umfangreiche Erfahrungen zur Behandlung eines breiten Störungsspektrums bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Eine ausführliche TA-Literaturliste zu ICD 10 (Störungsbilder) finden Sie hier TA-Literaturliste

Kompetenzen/ Grundlagen transaktionsanalytischer PsychotherapeutInnen

Psychotherapeutisch arbeitende Transaktionsanalytikerinnen und Transaktionsanalytiker arbeiten auf der Basis international hoher Standards  und anerkannter Zertifizierungen , die durch die Ausbildungsrichtlinien, Prüfungsverordnungen  und laufende Weiterbildungscurricula garantiert werden.

Die nationalen Gesetze bilden den Rahmen für die Ausübung der Psychotherapie.

Gesetzliche Grundlagen

Psychotherapeutisch tätige Transaktionsanalytikerinnen und Transaktionsanalytiker arbeiten auf der gesetzlichen Grundlage folgender Regelungen:

  • Approbation als: Arzt / Ärztin oder Psychologische(r) Psychotherapeut(in) oder Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut(in)
  • Nachweis der Heilkunde für den Bereich Psychotherapie (Heilpraktikergesetz)
  • In Institutionen durch entsprechende Rahmenbedingungen und Vertragsvereinbarungen

Qualitäts- und Ausbildungsstandards transaktionsanalytischer PsychotherapeutInnen

Psychotherapeutisch arbeitende TransaktionsanalytikerInnen durchlaufen eine fundierte sechs bis sieben Jahre dauernde, berufsbegleitende Ausbildung (Theorie, Training, Supervision, Praxisintegration und Selbsterfahrung/Eigentherapie), die durch international geregelte Standards (s.o.) qualifiziert ist und mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung abgeschlossen wird. Zur Qualitätssicherung verpflichten sich TransaktionsanalytikerInnen auch nach der Prüfung zur fortlaufenden Weiterbildung und Supervision.

Kernkompetenzen transaktionsanalytischer PsychotherapeutInnen

Zur Sicherung der psychotherapeutischen Qualität wie der Vergleichbarkeit transaktions-analytischer Psychotherapie mit anderen psychotherapeutischen Verfahren sind für psychotherapeutisch tätige TransaktionsanalytikerInnen verbindliche Kernkompetenzen in sieben Bereichen definiert:

-          Allgemeine Anforderungen

-          Therapeutische Haltung und Beziehung

-          Transaktionsanalytische Theorie

-          Vertragsarbeit

-          Diagnostik und Behandlungsplanung

-          Psychotherapeutische Behandlung und Behandlungsprozess

-          Persönliche und berufliche Entwicklung sowie Selbstreflexion

Die ausführliche Beschreibung der psychotherapeutischen Kernkompetenzen finden Sie im Prüfungshandbuch (S. 57-60). 

Ethikrichtlinien

Transaktionsanalytische PsychotherapeutInnen handeln nach den verbindlichen Ethikrichtlinien der DGTA/ EATA. Diese orientieren sich an der Universalen Deklaration der Menschenrechte (proklamiert am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen).

Die Ethikrichtlinien gewähren den PatientInnen, der menschlichen Umwelt/ Gemeinschaft, den KollegInnen und den TransaktionsanalytikerInnen selbst ein Höchstmaß an:

  • Schutz
  • Respekt
  • Bestärkung, Ermächtigung (empowerment)
  • Verantwortlichkeit
  • Verbindlichkeit in professionellen Beziehungen

Sie suchen eine/n transaktionsanalytischen PsychotherapeutIn? Klicken Sie unter folgendem Link bitte die Qualifikation „Anwendungsfeld / Psychotherapie“ an: https://www.dgta.de/der-verband/transaktionsanalytiker-innen/ .