Buch (Monographie)

Die Organisationspersona

Transaktionsanalyse in Organisationen
  • Hans-Georg Hauser

Resilienz, die fortschreitende Digitalisierung, mehr Effizienz, Begriffe wie „Fake News“, „NLP“ haben die Headlines der Zeitungen, Medien und die Führungskräfteausbildung erobert.
Die Schnelligkeit, mit der sich unsere Umwelt verändert, entwickelt, steigert die allgemeine Unsicherheit, das Unbehagen über „Beeinflussung“, „Manipulation“ wird immer grösser, so dass der Wunsch nach Sicherheit, Beständigkeit steigt.
In der Arbeit mit und in Organisationen wird die Dualität von Organisationen oft nicht verstanden, nicht berücksichtigt. Die Strukturen von Organisationen und die Menschen in den Organisationen sind nicht dasselbe!
Die Ressourcen werden knapper, die Anzahl derer, die einen Anteil am Kuchen haben möchten, wächst! Und die Menschen, die ihren Anteil einfordern, rücken bedrohlich nahe, wie die Debatten über Migration und Asylpolitik zeigen.
Umso wichtiger halte ich ein Verständnis von Organisationen, einen anderen Zugang zu deren Veränderung. Dieses Buch, in dessen methodischem Mittelpunkt Transaktionsanalyse steht, soll helfen, Organisationen und die in ihnen arbeitenden Menschen zu verstehen und Hilfen für die Arbeit mit Beiden vorzustellen.

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die Welt nicht mehr wie früher, alte Systeme lösten sich auf, Konsum wurde zum wichtigsten Wachstumsfaktor, die Werte veränderten sich teils radikal.
Die „Entdeckung“ des Menschen führte zu einer Humanisierung der Arbeitswelt, Organisationsentwicklung, bzw. humanpsychologische, kommunikationstheoretische Ansätze entstanden. Mechanistische, kausale, lineare Erklärungen wurden durch zirkuläres Denken ergänzt.
Muster, Vergleichbares in verschiedenen Konstruktionen zu erkennen, wurde wichtig. Dazu bedurfte es Konzepte, wie z.B. der Systemtheorie von Luhmann.
Transaktionsanalyse hilft das Muster hinter bestimmten menschlichen Verhalten zu erkennen, ist aber auch ein Denkansatz, wie Gedanken organisiert werden. Sie hat damit zwei wichtige Voraussetzungen für die Organisationsarbeit: sie ist ein systemischer Ansatz, da sie die Wechselwirkung zwischen Menschen und deren Folgen betrachtet. Sie ist aber auch beziehungsorientiert, denn sie berücksichtigt, dass Menschen in Beziehungen entstehen, wachsen und ihre Welt formen.
TA bietet integrative Modelle an, d.h. sie verbindet die beobachtbare Handlung mit Vorstellungen darüber, was psychisch bei Menschen abläuft. Der systemische Aspekt wird also mit dem beziehungsorientierten Aspekt verknüpft.
Es braucht

  1. eine ethisch-praktikable Grundhaltung,
  2. Denkmodelle, die helfen, Übersicht zu schaffen, die Wirklichkeit in Worte zu kleiden, Kommunikation und Verständigung herzustellen.
    Die TA hat mit ihrem Menschenbild, ihren Grundannahmen über Menschen und Organisationen, ihrem Arbeitsziel einen entsprechenden ethischen Ansatz, für den zweiten Teil starke Metamodelle.
    Ich habe in meiner Arbeit in und mit Organisationen viele Ansätze entwickelt, ausprobiert, verändert und als nützlich befunden.
    Ein spezieller Vorteil von TA-Modellen ist: sie lassen sich mit allen, mir bekannten Ansätzen, Modellen und Instrumenten kombinieren!

Inhaltsverzeichnis

Die Vorgeschichte zum Buch– ein wesentlicher Teil meiner Biographie!
Die Wesenheit von Organisationen
Warum TA in der Organisationsarbeit?
Die Dualität von und in Organisationen
Die drei Grundannahmen der TA
Die beiden Arbeitsprinzipien der TA
Arbeitsziele für die Beratung in Organisationen
Organisationskultur und „Organisationspersona®“
Kulturbegriff und Organisationspersona®
Organisationspersona® und Ich-Zustände
Wie entsteht eine „Organisationspersona®“?
Welchen Nutzen bringt das Modell für die praktische Arbeit
Modelle, die helfen den Zustand von Organisationen beschreiben, analysieren (statische Modelle)
Das Modell der Organisationspersona
Das Konzept der Trübungen
Vertragskonzepte
Rollen, Bilder von anderen, Wahrnehmung
Modelle, die helfen das Geschehen in Organisationen zu beschreiben, zu analysieren (dynamische Modelle)
Typ-Konzept von Fanita English
Das Typ-Konzept, adaptiert für die Organisationsarbeit
Passivität, Redefinieren und Abwerten (Discounten)

  • Erstarrte Organisationen (Nichts tun)
  • Reaktive Organisationen (Überanpassung)
  • Oszillierende Organisationen (Agitation/Umtriebigkeit)
  • Sprunghafte Organisationen (Starre/Entladung)
    Zuwendung, oder der eher organisationale Begriff „Feedback“
    Das OK-Konzept
    Das Antreiber-Konzept (ORGDRIVER)
    Prophecy-Modell
    Spiele (ORgAME)
    Arbeitsansätze zur Veränderung
    Das Typkonzept (von F. English in Verbindung mit dem Rollenmodell)
    Prophecymodell (HG Hauser) und Racketkonzept (Erskin/Zalcman)
    Das Konzept der Trübungen
    Das Konzept der Zeitstrukturierung
    Die Spielekonzepte (ORgAMEs)
    Psychodynamischer Interventionsplan (H.-G. Hauser)
    Systemdenken
    Meine Lieblings-Geschichten
    Das Geheimnis der Hopi-Indianer
    Eine Geschichte über den Propheten Mohammed
    Die Katze im Ashram
    Die Geschichte von den „Kuscheltüchern“
    Lieblingsgeschichten vom Mulla Hodca Nasrudin

Über

Hans-Georg Hauser arbeitet als Unternehmensberater, Trainer, Supervisor und Coach. Er ist lehrender Transaktionsanalytiker (TSTA) im Bereich Organisation und Unternehmensführung der österr., deutschen, europäischen und intern. Gesellschaften für Transaktionsanalyse und war viele Jahre Lektor an der FH Wiener Neustadt für wirtschaftsberatende Berufe.

21,00 € (unverbindlich)
  • Herausgeber
    Hans-Georg Hauser
  • ISBN
    978-1-097952946
  • Media-Format
    eBook
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    Hans-Georg Hauser , 02.08.2019