ZTA Beitrag

Die sozialpsychologischen und systemischen Dimensionen der Transaktionsanalyse als Perspektive für die Behandlung von Einzelnen, Paaren und Familien

  • Robert F. Massey, Sharon Davis Massey

Als Neo-Freudianer/Neo-Adlerianer richtete Eric Berne seine Aufmerksamkeit sowohl auf psychodynamische als auch auf soziale Prozesse in der menschlichen Entwicklung und in der Therapie. Er unterstützte die soziale Psychiatrie; frühe systemische Denkansätze waren ihm vertraut. Die Art und Weise, in der Berne die Beziehungen von Personen untereinander durch Begriffe für Wahrnehmung Emotion und Interaktion beschreibt, enthält sozialpsychologische und systemische Sichtweisen. Seinen Schwerpunkt setzte er auf die sozialpsychologischen Themen der Kommunikation, Sozialisation und Interaktion. Die Gedanken von George Herbert Mead über das Wachstum des Selbst und die von Ronald Laing über die sozialen und psychischen Verstrickungen von Familienmitgliedern geben zusätzliche Klarheit bei der Betrachtung der sozialpsychologischen und systemischen Dimensionen von Bernes Theorie. Seine Konstrukte der strukturellen Entwicklung von Ich-Zuständen, der Beziehungsanalyse, des Skripts und der Gruppenimago stehen als sozialpsychologische und systemische Prozesse miteinander im Zusammenhang: Transaktionsanalyse ist mit systemischen Ansätzen vereinbar, einschließlich derer von Bowen, Minuchin, Palazzoli und Stierlin. Dieser integrative Rahmen liefert die Grundlage für transaktionsanalytische Therapie von einzelnen, Familien und Paaren, eine Therapie, die sowohl die persönliche wie die systembedingte Dynamik in ihrem wechselseitigen Zusammenhang berücksichtigt. Eine Falldarstellung dient der Erläuterung dieser integrativen Arbeit.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Jahrgang
    1995
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 05.06.2018