ZTA Beitrag

Die TA im Spannungsbogen zwischen Wissenschaft und Kunst

Überlegungen entlang der Erkenntnisse von C.F. von Weizsäcker
  • Norbert Klöcker

Das traditionelle, an den Naturwissenschaften ausgerichtete Wissenschaftsverständnis ist für die Wissenschaft vom Leben nur unzureichend geeignet. Diese erfordert den Zugang zu einer Ganzheit, der die Methode der Analyse, d.h. der Zerlegung in Bestandteile des Ganzen und der Suche nach Kausalzusammenhängen nicht gerecht wird. Weizsäcker schlägt statt dessen einen Weg der Erkenntnis vor, wie er sich in einem gelungenen Kunstwerk ausdrückt. Es lässt sich als eine unerschöpfliche Gestalt verstehen, die den Menschen ermöglicht, Aspekte der Wirklichkeit wahrzunehmen, die unter der Oberfläche der sich uns als offensichtlich darstellenden Welt verborgen sind. In der Praxis beschreitet die Transaktionsanalyse diesen Weg der Wahrnehmung. Ihre gelungenen Konzepte sind in diesem Sinne Kunstwerke. Sie widersetzen sich deshalb der Reduktion auf eine geschlossene, im traditionellen Verständnis als wissenschaftlich anerkannte Theorie. Weizsäcker plädiert dafür, die Kunst als eine Methode des Zugangs zur Welt als gleichwertig zur wissenschaftlichen Methode anzuerkennen.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Jahrgang
    2002
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 02.05.2018