ZTA Beitrag

Hirnarchitektur und Ich-Zustände

  • Horst Kaemmerling

Aussage dieses Aufsatzes ist es, daß den Ich-Zuständen, wie sie Berne angenommen hat, neurophysiologische Strukturen zugrunde liegen. Ich-Zustände werden als Organisationsmuster des Hirns aufgefaßt, in denen die Energieverteilung zwischen kortikalen, subkortikalen und einem Elternsystem geregelt wird. Damit wird die Vorstellung Bernes, diese Organisation der Psyche auf Ich-Organe zu beziehen, aufgegriffen. Die Einbettung der Ich-Zustandstheorie in neurophysiologische und neuropsychologische Überlegungen kann helfen, die verschiedenen in der TA-Tradition gebräuchlichen Modelle auf übergeordnete Zusammenhänge zu beziehen, und eröffnet neue praktische Möglichkeiten in der Therapie. Die von Berne favorisierte Hoffnung, Theorie einfach darzustellen, habe ich allerdings für dieses Mal aufgeben müssen.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Jahrgang
    1993
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 07.06.2018