ZTA Beitrag

Holz- und Königswege in der Psychotherapie

  • Kaspar Wolfensberger

Der Autor postuliert vier fundamentale Bedürfnisse des Menschen, nämlich die beiden „egoistischen“ Bedürfnisse des Strokehungers und des Autonomiestrebens und die zwei „altruistischen“ Bedürfnisse des Sorgens und Liebens und des Dankens und Bereuens. In der Therapie geht es darum zu erkennen, welches dieser Bedürfnisse geweckt und befriedigt werden muß. Sich vom Strokehunger und vom Autonomiestreben des Patienten leiten zu lassen, ist eine (die herkömmliche) Orientierung in der Psychotherapie. Gelegentlich findet der Patient aber nur aus seiner Blockierung heraus, indem er dem verschütteten Bedürfnis zu sorgen und Liebe zu schenken oder dem unterdrückten Verlangen zu danken oder zu bereuen nachlebt. Dies verlangt, weniger vertraute Wege in der Psychotherapie zu beschreiten.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Jahrgang
    1999
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 03.05.2018