ZTA Beitrag

Manisch-depressive Struktur: Diagnosestellung und Entwicklung

  • Marine E. Loomis, Sandra G. Landsman

Es werden die Schwierigkeiten beschrieben, die sich der klinischen Diagnose einer manisch-depressiven Struktur entgegenstellen, sowie Symptome und Verhaltensweisen aufgezeigt, die als Hinweise auf eine solche Struktur gelten dürfen. Drei unabhängige Faktoren werden als Grundlagen dieser Entwicklung erörtert: Beeltern aus einem konkurrierenden Bezugsrahmen; eine frühe Betonung des Tuns (oder Nicht-Tuns); und ein grandioser Umgang mit Denken, Fühlen und Handeln. Die Struktur ist durch zwei separate Sets von Kind-Ich-Anpassungen gekennzeichnet, die sich auf zwei (entsprechende) separate Sets von Eltern-Ich-Botschaften beziehen, sowie durch ein Erwachsenen-Ich, das sich mit Problemlösung schwertut. Die Getrenntheit der Strukturen wird durch Verleugnung aufrechterhalten. Wo die Struktur im Kontinuum funktional - disfunktional plaziert ist, hängt vom Gewinner/Verlierer-Muster des Skripts ab sowie vom Alter, in dem die Skript-Entscheidungen zum Thema ,,Verlassenwerden” fielen. Nicht selten werden zahlreiche Aspekte dieser Persönlichkeitsstruktur durch sozialen Erfolg und herrschende Wertvorstellungen bestätigt.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1985
  • Jahrgang
    1985
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 02.07.2018