ZTA Beitrag

Scham und Selbstgerechtigkeit: Transaktionsanalytische Sichtweisen und klinische Interventionen

  • Richard G. Erskine

Scham und Selbstgerechtigkeit sind intrapsychische Triebkräfte, die dem einzelnen helfen, einen Beziehungsbruch abzuwehren. In diesem Artikel wird diskutiert, wie, skriptgemäß gesehen, Scham zum Inbegriff des Skript-Glaubenssatzes ,,mit mir stimmt etwas nicht” wird, der als Ergebnis von Botschaften und Entscheidungen, von Schlußfolgerungen auf unerfüllbare Forderungen hin und von abwehrender Hoffnung und Kontrolle entstanden ist. Zusätzlich, aus der Sicht der Ich-Zustände gesehen, ist mit Scham ein vermindertes, an Kritik angepaßtes Selbstbild verbunden, eine abwehrende Verlagerung von Trauer und Angst und das Verleugnen von Ärger. Darüberhinaus kann archaische Scham eine Fixierung im Kind- oder Eltern-Ich-Zustand sein. Es wird vorgeschlagen, daß Selbstgerechtigkeit die Verleugnung eines Bedürfnisses nach Beziehung ist. Beschrieben wird eine kontaktorientierte Beziehungs-Psychotherapie, die Methoden von Nachfragen, Einstimmung und Einbindung betont.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Jahrgang
    1995
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 05.06.2018