ZTA Beitrag

Überlegungen zu den Ich-Zuständen

  • Leonhard Schlegel

In der transaktions-analytischen Literatur wurde bis heute zu wenig berücksichtigt, daß Berne die Ich-Zustände eines Menschen auf zwei verschiedene Arten abgeleitet hat: Er hat sie erlebnispsychologisch abgeleitet, indem sie widerspiegelten, wie sich der Betreffende in der eigenen Kindheit verhalten und erlebt hat und was für ein Verhalten er bei seinen Eltern erlebte, wobei er auch auf deren zugehörige Gestimmtheit schloß; er hat sie allgemeintypisch abgeleitet, indem er sie auf ein Verhalten und Erleben bezog, das, wie die Beobachtungen an Kindern und Eltern im Alltag ergeben, Kindhaftigkeit und Elternhaftigkeit widerspiegeln. Das Erwachsenen-Ich fallt aus dem Rahmen dieser Begründungsebenen. Die Ich-Zustände zweiter Ordnung hat Berne formal klar und eindeutig herausgearbeitet, während viele andere Autoren die Ich-Zustände zweiter Ordnung mit entwicklungspsychologischen Überlegungen verquickten, was Berne und vor allem die heute ,,offizielle” Transaktions-Analyse leider übernommen haben.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    1986
  • Jahrgang
    1986
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 30.06.2018