ZTA Beitrag

Zur unbewussten Seite von Coping-Prozessen

Phantasien und Träume als Hilfe bei der Auseinandersetzung mit Krankheit und Behinderung
  • Eva-Maria Glofke-Schulz

Mit einer schweren, möglicherweise fortschreitenden oder gar lebensbedrohlichen Erkrankung oder einer Behinderung konfrontiert zu werden, wird den Betroffenen mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst traumatisieren (im Sinne der Definition des ICD10). Die sog. Coping-Forschung hat Konzepte zur Beschreibung des Bewältigungsprozesses entwickelt. Phasenmodellen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Nach Auffassung der Autorin bergen solche Modelle die Gefahr, aktiv handelnde, rationale und bewusste Bewältigungsstrategien überzubetonen. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, hierzu ein Gegengewicht zu schaffen, indem auf die Bedeutung vorbewusster und unbewusster Prozesse, allen voran Imagination, Phantasietätigkeit und Traum fokussiert wird. Anhand konkreter Fallbeispiele wird dargelegt, wie Bewältigungsphasen sich im Traumgeschehen nicht nur spiegeln, sondern auch entwickelt und katalysiert werden.

  • Erschienen in
    ZTA
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Jahrgang
    2002
  • Media-Format
    Printmedium
  • TA-Bezug
    Primäre TA-Publikation
  • Medium eingestellt von
    M Geschäftsstelle DGTA , 02.05.2018