Grundeinstellungen

Menschen stehen der Welt zu keinem Zeitpunkt neutral gegenüber. Immer schon interpretieren sie die Welt in Bezug zum wahren Wert, den sie sich bzw. der Welt zuschreiben („Bin ich wert/unwert?“, „Ist die Welt wert/unwert?“). Die TA spricht hier von „Grundeinstellungen“, „Basispositionen“, „Grundpositionen“ oder „existentiellen Positionen“, die ihre Wurzeln in früh entwickelten Überzeugungen und anderen Vorprägungen haben.

Es werden vier Positionen unterschieden:

  1. ich bin o.k. und du bist o.k. (+/+)
  2. ich bin o.k. und du bist nicht o.k. (+/­)
  3. ich bin nicht o.k. und du bist o.k. (­/+)
  4. ich bin nicht o.k. und du bist nicht o.k. (­/­)

Der Ausdruck „o.k.“ bedeutet so viel wie „in Ordnung“ und meint nicht nur ein äußeres Wohlbefinden, sondern eher eine Art existentielle Zustimmung oder Akzeptanz. Man könnte auch sagen „vollständig“ und „wertvoll“. „OK“ wird oft abgekürzt durch ein „+“-Zeichen und „nicht o.k.“ durch ein „­“-Zeichen.

Berne, Eric: Classification of  positions, in: Transactional Analysis Bulletin 1(1962), 3
Ernst, Franklin H.: The OK Corral: The Grid for Get-On-With, in: Transactional Analysis  Journal 1 (4/1971), 231-240

Fragen zu den Grundeinstellungen
(Wertschätzung, Übernahme von Verantwortung)

Gehe ich in dieser Welt mit mir selbst und anderen respektvoll um und gestehe ich anderen gleiche Rechte zu, die ich auch für mich beanspruche?
Lasse ich andere an bestehenden Ressourcen positiv Anteil haben oder bin ich zuweilen geneigt, mir auf Kosten anderer Vorteile zu verschaffen?
Ist die Basis für mein tägliches Tun vorwiegend "Ich und Du" (++) oder "Erst Ich, dann Du" (+ -)? Oder "Ich bin weniger wert als Du" (-+) oder "Weder ich noch Du sind wert" (--)?
Lasse ich zu, bei mir selbst und anderen menschliche Schwächen wahrzunehmen, ohne mich und/oder andere abzuwerten und bin ich auf gelingendes liebevolles Miteinander hin ausgerichtet?