Passivität, Symbiose, Abwertung

Passivität bedeutet kontra-autonomes Verhalten: Durch die Weigerung, eigenständig zu fühlen, zu denken und zu handeln werden eigene Bedürfnisse, Ziele und Entwicklungsnotwendigkeiten ausgeblendet und Problemlösungen vermieden. Passives Verhalten ist stets an eine negativ symbiotische Haltung gekoppelt. Dabei wird Verantwortung delegiert und entstehendes Unbehagen auf andere verschoben.


Passives Verhalten lässt sich in vier beobachtbare Verhaltensweisen definieren:
(1) nichts tun, (2) sich überanpassen, (3) Agitation, (4) Selbstverunfähigung.

Passivität hängt eng zusammen mit dem Konzept der Abwertung: unbewusst werden Möglichkeiten zur Lösung eines Problems nicht wahrgenommen bzw. in ihrer Bedeutung für eine Lösung abgewertet.

Schiff, Jacqui Lee: Cathexis Reader. Transactional Analysis Treatment of Psychosis (New York u.a. 1975)


Fragen zu negativer Symbiose und Passivität


Bewege ich mich selbstbestimmt, positiv, abgegrenzt und sozial verträglich in dieser Welt oder neige ich zuweilen dazu, eigene Verantwortung zu vermeiden und andere Beteiligte dabei entstehendes Unbehagen austragen zu lassen?